
Kundenverwaltung
Teil von Datenauswertung Programme prüfen: Kriterien für Auswahl und Betrieb
Datenauswertung Programme für Controlling und Reporting im Vergleich
Datenauswertung Programme im Vergleich: Power BI, Tableau, Qlik Sense, SAP Analytics Cloud und Metabase mit Preisen je Nutzer, Betriebsform und Grenzen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Verglichen werden Power BI, Tableau, Qlik Sense, SAP Analytics Cloud und Metabase.
- Alle fünf binden relationale Datenbanken an, unterscheiden sich aber bei Konnektoren, Modellierung und Betriebsform.
- Die Listenpreise reichen von 0 Euro bei selbst betriebenem Metabase bis rund 70 Euro je Nutzer und Monat netto bei Tableau Creator.
- Sicherheitsanforderungen an Auswahl und Betrieb beschreibt das IT-Grundschutz-Kompendium des BSI.
- Grenzen zeigen sich bei großen Datenmengen und bei kurzen Aktualisierungsintervallen.
Datenanbindung und Aktualisierung
Power BI liest relationale Datenbanken, Dateien, Cloud-Dienste und Streaming-Quellen über mehr als 100 eigene Konnektoren ein. Modelle laufen im Importmodus, per DirectQuery oder als Kombination beider Verfahren.
Im Importmodus aktualisiert Power BI Pro bis zu acht Mal pro Tag. Mit Premium Per User oder einer Fabric-Kapazität sind bis zu 48 Aktualisierungen möglich. DirectQuery fragt das Quellsystem bei jeder Abfrage neu ab.
Tableau verbindet sich über native Konnektoren und Tableau Bridge mit lokalen Quellen. Extrakte werden nach Zeitplan neu aufgebaut, Live-Verbindungen laufen direkt gegen die Datenbank.
Qlik Sense arbeitet mit einem assoziativen In-Memory-Modell. Reload-Aufgaben starten über den Scheduler, in Qlik Cloud abhängig von der gebuchten Kapazität.
SAP Analytics Cloud bindet SAP HANA, SAP BW, S/4HANA und SAP Datasphere an, dazu Dateien und Fremdsysteme. Live-Verbindungen zu SAP-Quellen vermeiden Datenkopien.
Metabase spricht über JDBC mehr als 20 Datenbanken an und synchronisiert Schemata standardmäßig stündlich. Neue Spalten erscheinen deshalb mit Verzögerung.
Rahmenbedingungen für den Umgang mit großen Datenbeständen beschreibt der Bitkom zu KI und Daten.
Modellierung, Berechtigungen und Betriebsform
Power BI modelliert Daten in Power Query und über DAX-Kennzahlen. Zeilenbasierte Berechtigungen steuern den Datenzugriff je Nutzerrolle. Der Dienst läuft als SaaS, der Modellierungsclient nur unter Windows.
Tableau rechnet mit berechneten Feldern und LOD-Ausdrücken. Benutzerfilter und Zeilenberechtigungen greifen auf Tableau Server oder Tableau Cloud. Der Betrieb ist selbst gehostet oder als Cloud-Dienst möglich.
Qlik Sense nutzt eine assoziative Engine und Abschnittszugriff für Berechtigungen. Die client-managed Variante läuft im eigenen Rechenzentrum, Qlik Cloud als SaaS-Angebot.
SAP Analytics Cloud ist ausschließlich als Cloud-Dienst verfügbar. Rollen und Datenbereiche steuern den Zugriff, Planungsmodelle ergänzen die Berichtslogik.
Metabase arbeitet mit Fragen, Modellen und SQL. Feingranulare Datenberechtigungen und Sandboxing gibt es in den Bezahltarifen. Der Betrieb erfolgt per Docker oder JAR, alternativ in der Cloud.
Anforderungen an Berechtigungen und Protokollierung beschreibt das IT-Grundschutz-Kompendium des BSI.
Preise je Nutzer und Monat netto
Die Übersicht nennt öffentliche Listenpreise netto je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Rabatte und Unternehmensverträge senken die Werte häufig.
| Programm | Betriebsform | Listenpreis netto je Nutzer und Monat | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Power BI | SaaS | rund 10 Euro (Pro), rund 21 Euro (Premium Per User) | jährliche Abrechnung |
| Tableau | Cloud oder eigener Server | rund 70 Euro (Creator), rund 14 Euro (Viewer) | aus US-Listenpreisen umgerechnet |
| Qlik Sense | Cloud oder eigener Server | rund 18 Euro (Business) | Enterprise über Kapazitätsmodelle, Angebot |
| SAP Analytics Cloud | nur Cloud | Angebot, kein Einzelpreis veröffentlicht | Preise nach Nutzertypen |
| Metabase | eigener Server oder Cloud | 0 Euro (Open Source) bis rund 15 Euro | Cloud ab 85 US-Dollar für fünf Nutzer |
Umsatzsteuer kommt auf alle Beträge hinzu. Beispielrechnung: 25 Controlling-Nutzer mit Power BI Pro kosten 250 Euro netto im Monat, also 3.000 Euro im Jahr. Mit Tableau Creator wären es rund 1.750 Euro netto monatlich.
Marktbeobachtungen zu Software und Daten bündelt der Bitkom zu Märkten und Technologien.
Grenzen bei Datenmenge und Aktualisierungsintervall
Power BI begrenzt Importmodelle in der Pro-Lizenz auf 1 GB je Dataset. Größere Modelle benötigen Kapazitätslizenzen.
Tableau-Extrakte sind an den Arbeitsspeicher des Extraktionsrechners gebunden. Sehr breite Extrakte verlängern den Aufbau zusätzlich.
Qlik Sense hält Daten im Arbeitsspeicher, die Modellgröße folgt dem verfügbaren RAM. Die Reload-Frequenz hängt in Qlik Cloud von der Kapazitätsstufe ab.
SAP Analytics Cloud aktualisiert importierte Modelle nach Zeitplan. Live-Verbindungen liefern Werte direkt aus dem Quellsystem, die Modellgröße ist an den Tenant gebunden.
Metabase führt Abfragen direkt in der Quelldatenbank aus. Die Antwortzeit hängt von deren Leistung ab, ein In-Memory-Modell fehlt.
Hinweise zu Sicherheit und Betrieb von Unternehmenssoftware sammelt das BSI zu Unternehmen und Organisationen.
Häufige Fragen
Welches der Programme kommt ohne Lizenzkosten aus?
Metabase in der selbst betriebenen Open-Source-Variante. Es fallen nur Kosten für Server, Betrieb und Administration an.
Wie aktuell sind die Daten?
Power BI Pro aktualisiert acht Mal täglich, Premium Per User bis zu 48 Mal. Metabase synchronisiert Schemata stündlich, SAP Analytics Cloud und Qlik Sense folgen Zeitplänen oder Live-Verbindungen.
Welche Betriebsformen sind verfügbar?
SAP Analytics Cloud läuft nur in der Cloud. Tableau, Qlik Sense und Metabase bieten selbst betriebene Varianten, Power BI wird als SaaS betrieben.
Wo liegen die Grenzen bei großen Datenmengen?
In-Memory-Modelle wie Qlik Sense und der Power BI Import sind an Arbeitsspeicher gebunden. DirectQuery und Live-Verbindungen verlagern die Last in die Quellsysteme.



